Texas Singer/Songwriter
Richard J. Dobson
   

  News
Biography
 
Discography
 
Quotes
 
Photos
 
Links
 
Contact

 
Biography
 
(English Text)

 

Als ich acht Jahre alt war, lebte meine Familie ein Jahr lang in Den Haag, wo meine Schwester und ich auf eine britische Schule geschickt wurden. Obwohl meine Eltern beide kein Instrument spielten, dachten sie, dass es ein guter Zeitpunkt für mich wäre Klavierunterricht zu nehmen. Ich stimmte widerwillig zu, als rebellisches Kind war ich recht selten mit ihren Entscheidungen einverstanden. Allerdings war von Anfang an klar, dass die Lehrerin und ich nicht miteinander auskommen würden. Sie und die anderen Lehrer der Schule empfanden meinen texanischen Akzent als barbarisch und machten keinen Hehl daraus. Nach ein paar Stunden sagte ich meinen Eltern, dass ich keine Lust mehr hatte, und sie waren einverstanden. Ich kann mich gut erinnern wie verwundert ich war, dass sie nicht mehr darauf bestanden, dass ich weitermachte.

Zwölf Jahre später kaufte ich mir in Cali, Columbien eine gebrauchte Gitarre und begann mir das Spielen selbst beizubringen. Es vergingen weitere Jahre, in denen ich beschäftigt war meinen College-Abschluss zu machen, einige Zeit im Peace Corps verbrachte und den gewagten Versuch unternahm Schriftsteller zu werden. Während all der Zeit war eine Gitarre mein ständiger Begleiter und wann immer ich beim Schreiben nicht mehr weiterwusste nahm ich sie zur Hand. Nachdem mein erstes Manuskript von verschiedenen Verlagen abgelehnt wurde zog ich nach New Mexico und begann an einem neuen Buch zu arbeiten. Dort erlebte ich etliche Offenbarungen und meine Nebenbeschäftigung wurde zu meiner Hauptbeschäftigung, ich wurde süchtig danach, Songs zu schreiben und alles andere wurde zweitrangig.

Inspiriert von Kris Kristofferson und den Platten, die Bob Dylan dort aufgenommen hatte, zog ich 1971 nach Nashville, Tennessee. Somit begann eine Reihe von Streifzügen, die mich im Verlauf der nächsten drei Jahrzehnte immer wieder zurück nach Texas brachten. In den späten Siebzigerjahren wurden einige meiner Newsletter in einer britischen Fanzine namens "Omaha Rainbow" veröffentlicht. 1977 nahm ich meine erste LP In Texas Last December auf, ein ganzes Album meiner Songs, das von Buttermilk Records, einem kleinen Label aus Houston, veröffentlicht wurde. Langsam begannen sich meine Platten in Übersee durch Mail-Order-Versand zu verkaufen, woraufhin ich anfing, in Europa auf Tournee zu gehen. Dies wiederum führte zu einem Vertrag mit Brambus Records in der Schweiz, einer Beziehung, die bis heute besteht.

Manchmal werde ich gefragt, ob man denn von diesem Geschäft leben könne. Meine Antwort ist immer, dass man sich damit im besten Fall gerade so durchschlagen kann, aber ich dieses Leben gegen nichts eintauschen würde. Musik hat mein Leben auf nicht messbare Weise bereichert und mir so viel Freude gebracht, dass ich ein Narr wäre, mich über die harten Seiten und Zeiten zu beklagen. Musiker zu sein ist von Alters her ein Privileg. Musik öffnet Türen und bringt einem dahin, wo Erfolg nicht in Geld bemessen wird. Sie öffnet wie nichts anderes ein Fenster zur Welt. Zurückschauend kann ich sagen, dass ich nur sehr wenig bedauere...nur manchmal denke ich, dass ich ein paar mehr Klavierstunden hätte nehmen sollen.


Aus dem Englischen übersetzt von Thomm Jutz.

 

 


Ein Roman von Richard Dobson


"The Gulf Coast Boys" ist sowohl teilweise Richards Autobiographie, wie auch eine Beschreibung der amerikanischen Underground Folk- Szene der Siebzigerjahre. Geschichten von seinem Leben "on the road" mit Townes van Zandt, Wrecks Bell, u.a. Richard beschreibt den Kampf ums Überleben als Songwriter in Austin und Nashville, seine Jobs auf Ölbohrinseln und Fischereibooten, als Waldbrandbekämper in New Mexico, die zeitweise von Nöten waren, um die Umsetzung seiner eigenen musikalischen Vorstellungen zu gewährleisten. Es ist die Geschichte eines aufregenden, spannenden Lebens und beschreibt den Aufbruch einer neuen Generation von Songwritern in den entmystifizierten Siebzigerjahren, zwischen Drogen, Alkohol, Verwirrungen jeglicher Art, dem unbedingten Festhalten am anscheinend unerreichbaren Traum und der völligen Hingabe zur Musik.
(Text von Thomm Jutz)
Bio Pic
 
Vier-Sterne Kritik Rolling Stonefour-star review
Deutsche Ausgabe, 10. Oktober 1999
von Wolfgang Doebeling
"Unbezahlbare Erinnerungen des Songwriters Richard Dobson an seine bewegten Wanderjahre und seltsamen Abenteuer on the road mit einer Clique von Kumpeln und Kollegen. Rex Bell, Mickey White "and the looniest, most gifted of the bunch, Townes Van Zandt". So lebensnah und detailgetreu (jede Menge direkte Rede) sind diese Anekdoten, dass sie sich, wiewohl episodenlastig, zu einer Autobiografie zusammenpuzzeln lassen. Von Dobsons Zeit als Arbeiter auf einer Ölplattform über die Evakuierung derselben inmitten eines Hurricane, Überlebensstrategien in Nashville und die Tücken des Music Business bis hin zum mählichen Auseinanderdriften der Freunde, Tourneen durch Europa, ein paar Hochs, sehr viel mehr Tiefs, Townes' Tod. Wahre Geschichten, die belacht und durchlitten sein wollen. "It's a miracle we survived", sagt ein nachdenklicher, nüchterner Townes kurz vor seinem Tod zu Richard Dobson. Um dieses Wunder geht's, nicht weniger."
 
"... unverzichtbar für alle an Texas Music Interessierten"
No Depression (May/June 2000)
 
"The Gulf Coast Boys" ist auf Englisch erschienen bei "Greater Texas Publishing" und hier erhältlich: www.nativetexas.com
 

 

top